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Montag, 04.01.2010

BEEF - Eines von 3 neuen Männermagazinen



Für Männer mit Geschmack
Das erste Kochmagazin für Männer bestätigt was Frau schon immer von Männern wusste: Sie lieben ein überdimensionales 300 Gramm Steak.

Die Message vom Gruner und Jahr Verlag an den echten Mann ist klar.




Dienstag, 29.12.2009

Schönheitschirugie ist Wohlfühschirugie ...

Oder: Geht es noch?


Ein glatter Werbeslogan. Da schwingt was mit und es klingt griffig, so sind gute Werbeslogans! Einprägsam sollen sie sein und Ja, hier haben die Werbedesigner mal wieder gezeigt das sie ihr Handwerk verstehen.

Ist die Dame dick? Eine Meerjungfrau gar, die den verwandelten Fischschwanz zeigt? Bilder geben Antworten, meistens, in diesem Fall ist die erste Frage nicht so leicht zu beantworten. Das ist gut gemachte Werbung, wie der Slogan prägt sich auch das Bild ein.

Nur etwas stimmt mit ihrem Unterleib nicht, die Proportionen sind leicht aufgehoben und wirken zum Oberkörper nicht passend. Auch diese Schöne braucht also Hilfe.



Gefunden habe ich die Anzeige bei Spiegelonline.de

Montag, 14.12.2009

Lifestyle - Er liebt Schuhe



Christian Louboutin liebt Schuhe als optische Verlängerung einer Frau. Sein Markenzeichen sind extrem hohe Absätze und eine rote Schuhsohle. Bevor er 1992 seine Boutique in Paris eröffnete, lernte er bei Charles Jourdan, Maud Frizon, Chanel und Yves Saint Laurent, alles was er noch über Schuhe wissen musste.

Hier eines seiner Modelle um 600 Euro.



Donnerstag, 08.10.2009

Internationaler Untersuchungsrichter Marcel Lemonde fordert Zeugenaussagen führender Politiker vor dem Khmer Rouge Tribunal



Der internationaler Untersuchungsrichter Marcel Lemonde fordert den Senats Präsident Chea Sim (gleichzeitig auch CPP Präsident), den Präsidenten der Nationalversammlung Heng Samrin , den Außenminister Hor Namhong, den Finanzminister Keat Chhon und die beiden CPP Senatoren Out Bunchoeun und Sim Ka (Mitglied des Partei Komitees der CPP), in einem Brief vom 25. September zu Zeugenaussagen in den Ermittlungsverfahren gegen Nuon Chea, Ieng Sary, Khieu Samphan und anderen Führern der Khmer Rouge, auf.

Dies ist die interessanteste Nachricht des heutigen Tages. Bei den beiden internationalen Tageszeitungen The Phnom Penh Post und The Cambodia Daily erscheint die Nachricht auf den Titelseiten. Marcel Lemonde hat die einzelnen Briefe, von Vorladung ist nicht die Rede, da man offensichtlich auf Kooperation hofft und die genannten Politiker im Amt über Immunität verfügen, die Briefe tragen einzig Marcel Lemonde Unterschrift. Warum sein kambodschanischen Kollegen You Bunleng nicht unterschrieben hat ist unklar.

Auch der Brief an die Regierung mit der Bitte um Zeugenaussage des im Ruhestand befindlichen ehemaligen Königs Norodom Sihanouk, vor zwei Monaten, trug einzig die Unterschrift von Marcel Lemonde. Die Regierung akzeptierte den Brief nicht und es geschah nichts weiter, zumindest nichts was an die Öffentlichkeit drang.

Norodom Sihanouk hat sich in einem seiner früheren Blogeinträge selbst bereit erklärt, wenn das ECCC (Extraordinariy Chambers in the Courts of Cambodia) seine Aussage für erforderlich halte, stünde er dem Gericht zur Verfügung.


Links zu diesem Artikel:
ECCC
Documentations Center of Cambodia
The Phnom Penh Post
Mailingliste Kambodscha Politik
The Mirror

Personen:
Chea Sim
Heng Samrin
Hor Namhong
Keat Chhon

Montag, 28.09.2009

Die Freiheitsstatue von New York



In vielen Kinofilmen ist sie zu sehen. Mit einem Flair von Verheißung umgeben. Für tausende Flüchtlinge war sie in der Tat das erste Ziel das sie erreichen wollten. Mit ihrer großen Gestalt verknüpften sie ihre Hoffnungen. Sie war für viele Jahre Sinnbild Amerikas.

Die Freiheitsstatue residiert auf einer kleinen Insel vor Manhattan. Jeder hat sie schon gesehen ohne reisen zu müssen. Was nur wenige wissen: Sie ist eine Ägypterin. Ihr Schöpfer Frédéric Auguste Bartholdi dachte an den legendären Koloss von Rhodos, seine Pläne waren nicht weniger als ebenso gigantisch.

Seine Ägypterin sollte als Leuchtturm an der nördlichen Einfahrt des Sueskanals, der zu seiner Zeit gerade in Bau war, den ankommenden Schiffen den Weg im Dunkeln weisen. Die große Frauengestalt sollte das Licht des Fortschritts nach Asien tragen. Leider war man dort von seinen Plänen nicht begeistert.

In Amerika sollte die hundertjährige Unabhängigkeit groß gefeiert werden. Bartholdi erkannte seine Chance und warb dafür seine monumentale Frauengestalt zu begünstigen. Dazwischen kam ein Krieg, aber die Hartnäckigkeit des Künstlers und das erfolgreiche zusammen kratzen von Geldern, zahlten sich schließlich aus.

Mehrer Gipsmodelle, bis zu 11 Metern hoch, standen in seinem Atelier in Frankreich. Von Modell zu Modell waren je 9.000 Messpunkte zur Vergrößerung notwendig. Schließlich wurden die gehämmerten und in Form gebrachten, 2,5 Millimeter starken Kupferbleche, miteinander vernietet.

Damit diese hohle Form standfest wurde, war ein ausgeklügeltes inneres Gerüst notwendig. Dies schuf Gustave Eifel, noch heute hält sein Gerüst die Freiheitsstatue aufrecht. Das Gerüst alleine wiegt 120 Tonnen, während die 300 gehämmerten Kupferplatten 80 Tonnen wiegen. 1876, zum Jubeljahr der amerikanischen Erhebung, hatte Bartholdi den fertiggestellten Unterarm mit Fackel – zusammen 14 Meter hoch – zu Werbezwecken auf die Weltausstellung nach Philadelphia geschickt.

Die Endmontage der Statue in einer Werkstatt mitten in Paris dauerte noch bis zum Sommer 1884. Per Schiff reiste die große Dame, jetzt Amerikanerin in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Auf ihrem Sockel wurde sie zusammengesetzt und trotz dort noch heute den Temperatur-schwankungen und den Winden.

Man sollte sich ihr aufmerksam und bedacht nähern und die Unabhängigkeitserklärung in ihrer linken Hand lesen und erst danach einen Kaffe trinken in ihrer Krone. Doch spätestens jetzt zeigt sich, das die Tafel im ersten Entwurf nicht vorgesehen, unerreichbar für das menschliche Auge ist.

Enttäuscht und dennoch beeindruckt von der großen Frau auf ihrem Sockel betreten wir das Restaurant in ihrer Krone. (Die Wendeltreppe die im Arm zur Fackel führt ist für Besucher geschlossen.) Vielleicht lässt sich New York von hier aus besser verstehen.

Vielleicht kann man von hier aus, sogar über Amerika nachdenken.

Dienstag, 16.06.2009

Kambodscha Forum und Mailingliste



In den Online und Printmedien ist Kambodscha selten ein Thema.
Dennoch gibt es zahlreiche Artikel über Kambodscha und die Informationen sind verstreut auzufinden.
Wer Kambodscha hört, denkt zunächst an Angkor Wat und an die Schreckensherrschaft der Khmer Rouge. Doch neben der Vergangenheit hat Kambodscha auch eine Gegenwart und Zukunft.
Manch einer, der durch Kambodscha gereist ist, hat starke Eindrücke mit nach Hause genommen.

Diese Mailingliste wendet sich an all jene, die der politische Alltag in Kambodscha ebenso interessiert, wie die Zubereitung von Lok Lak, der kambodschanischen Form von „Gulasch“.

Diese Menschen sind herzlich eingeladen, zum Austausch über Kambodscha – im weitesten Sinne.

Mitgliedern dieser Liste steht eine Datenbank „Literatur über Kambodscha“ zur Verfügung, zahlreiche Textdateien, die über die aktuelle politische Situation im Land berichten. Die Möglichkeit eigene Fotos aus Kambodscha hochzuladen, mit anderen Mitgliedern per e-Mail zu diskutieren und Gedanken aus zu tauschen. Auf Anfrage beantworten Mitglieder auch Fragen zum Thema: Reisen in Kambodscha.


Freitag, 30.01.2009

Novotel holt sich die Natur ins Haus



Novotel-winter.de Werbeaktion

Mit einer ungewöhnlichen Werbeaktion holt sich die Novotel Kette die Natur ins Haus.
Man sieht Rehe am Pool auf den Fliesen grasen, während sich im Wasser ein romantischer früh winterlicher Wald spiegelt.

Viel weiche Braun und Grüntöne wurden verwendet, nicht ganz sicher bleibt was hier Hintergrund was Vordergrund sei. Wichtig ist die Botschaft, wohnen in der Natur. Zu prüfen wäre jetzt wie Novotel tatsächlich an seinen Ökowerten arbeitet.

Die Werbekampagne fällt auf und wird erinnert.


Mittwoch, 14.01.2009

Die Wölfin trinkt Espresso

Donnerstag, 25.12.2008

Weihnachtsmann in Phnom Penh - Kambodscha



Weihnachtsmann in kambodscha - Phnom Penh
Selbst in Kambodscha hat man ihn schon gesehen.
Frohe Weihnachten wünscht Ada Diekmann


Dienstag, 09.12.2008

Die weibliche Haut als Litfaßsäule - Jetzt auch als Blogunterlage ...



Schluß mit Werbung die sich bei Frauen bedient
Immer wieder muss das Weib als Werbeträger her halten, jetzt hat auch die Blogerszene, die Frau als Werbeträgerin entdeckt.


Süddeutsche Zeitung wirbt um anspruchsvolle Leser

Freitag, 28.11.2008

Werbung auf Geldscheinen



spiegel-online.de
... Ein Künstler und Dozent hatte die Idee, Stuttgarter Studenten setzten sie um: Reklame auf Geldscheinen.


Samstag, 15.11.2008

Alles ist machbar ...

Montag, 10.11.2008

Paradies - für die Katz

Freitag, 31.10.2008

Werbung aus der schönen neuen Welt

Donnerstag, 11.09.2008

Bewusste Synapsenpflege



Neuerdings sitze ich nicht mehr bloß rum und lese ? nein, ich pflege meine Synapsen!
Zur täglichen Synapsenpflege gehört auch eine Wanderung durch die Wohnung, Gegenstände die mir dabei Botschaften zuflüstern werden genau betrachtet und die Botschaft wird bewusst empfangen und Verknüpfungen werden hergestellt, oder wenn schon vorhanden - vertieft. So verhindere ich eine mentale Wüste in meinem Gehirn.

Neuronale Verknüpfungen sind echt der Hit und wenn viel Spaß dabei ist, dann halten die von der Wiege bis zur Bahre, deshalb also vorsichtig sein, nicht wahllos alles ins Hirn lassen was Einlass begehrt. Bewusste Synapsenpflege, drunter mach ich es nicht.


Montag, 01.09.2008

Auch die neuen Väter tun es - bloggen



Im Väterblog finden sich tagesaktuell Informationen und Hintergründe zu den Herausforderungen von Arbeit und Leben, die sich den heutigen Vätern stellen.
Aktive Vaterschaft ist möglich, diese Erkenntnis ist für viele nicht mehr neu, aber wo den Rückhalt finden, Informationen zu Elterngeld, Statistiken die offenbaren das in Deutschland inzwischen 106.000 Neugeborene Väter – Elterngeld beziehen du vieles mehr rund um den Vater der alles fordert.
Es werden Möglichkeiten von Unternehmen, sich auf die neuen Väter einzustellen und von ihren Ressourcen zu profitieren sowie weitere betriebswirtschaftliche Aspekte aktiver Vaterschaft.



Link zum Väter Blog


Freitag, 22.08.2008

Ada Diekmann liest: Das Salz der drei Meere



Umschlag der Taschenbuchausgabe: Das Salz der drei Meere

Sechs indische Frauen fahren in einem Zug durch die lange indische Nacht.
Die Tatsche das sie sich an ihren jeweiligen Zielen aus den Augen verlieren werden, lockern ihre Zungen und sie erzählen Dinge aus ihrem Leben, die sie bisher nicht einmal ihren Ehemännern erzählt haben.
Es handelt sich nicht um peinliche Geständnisse oder Erlebnisse die ein schlechtes Gewissen nach außen treibt. Es handelt sich um ganz normale Dinge, Gedanken die die Frauen bisher noch nicht geordnet hatten und während der Zug durch die Nacht fährt, an den richtigen Platz gebracht werden.
Eine von ihnen wird eine für ihr Leben wichtige Entscheidung treffen.
Alle werden immer wieder in ihrem Leben an die anderen fünf Frauen denken, die diese nacht zusammen in einem Zug verbracht, zu einander geführt durch einen willkürlichen Zufall.

Ein Buch das ich ganz bestimmt wieder lesen werde und Frauen an die ich ganz sicher ab und an denken werde, als wären sie mir wirklich begegnet.

Leseprobe aus: Das Salz der drei Meere von Anita Nair
„In dem Moment hätte ich ihn aufhalten sollen. Ich hätte die Zeichen erkennen müssen, die mir sagten, dass sein Leben in Gefahr ist, und ich hätte ihn zu Hause, bei mir, festhalten sollen. Aber stattdessen habe ich dagestanden und zugesehen, wie er in den Tod ging“, klagte Amma immer und immer wieder den Frauen gegenüber, die sich um sie drängten, während sie die Nachtwache an seiner kalten, starren Seite hielt.
Falls die Götter es für angebracht gehalten hatte, Amma wegen der bevorstehenden Veränderungen ihres Schicksals zu warnen, so mussten sie wohl zu dem Entschluss gelangt sein, dass Akhila solche Zeichen nicht benötigte. Ganz im Gegenteil: sie wachte an jenem Morgen wie beseelt auf, verspürte ein Hochgefühl, das sie mit einem Satz aus dem Bett trieb und durch die morgendlichen Waschungen eilen ließ.
Akhila hasste den Morgen ergentlich. Nun, da sie mit dem Abschluss ihrer Kurse die Berechtigung für die Universität erlangt hatte, betrachteten ihre Eltern ihre Ausbildung als abgeschlossen und erwarteten von ihr, dass sie ihre Fähigkeiten im Haushalt zur Vorbereitung auf den Tag ihrer Hochzeit verfeinerte.
Amma bestand darauf, dass sie draußen vor vor Türschwelle jeden Morgen ein kolam zeichnete. Sie wurde niemals müde, Akhila zu erklären, dass man ein Haus danach beurteilte.

Montag, 11.08.2008

Lady in Gold - Heidelberg Fußgängerzone

Dienstag, 27.11.2007

Brief an Claire - Graf Battistello von Luang Prabang



Liebe Claire

Gestern Nacht habe ich ihnen in Gedanken einen langen Brief geschrieben, ich wollte nicht aufstehen, meine Kissen so weich und die Gedanken so schön anzuschauen wie das bunte Herbstlaub das dieser Jahreszeit seine Farben und letzte Sehnsüchte gibt.

Wie ein gemeinsamer Spaziergang kam es mir vor und ein Bild ergab das Nächste und so wanderte ich mit ihnen durch meine Gedankenlandschaft, in denen Erinnerungen auftauchten Landschaften, alte Burgen und natürlich auch das Heidelbergerschloß.

Dort habe ich gleichsam denken gelernt und eine neue Erscheinungsform der Liebe entdeckt, die mir noch unbekannt war und meinem Wesen fremd, die ich aber mit jeder Stunde, jedem Tag besser verstand.
Und weil ich diese Form der Liebe so langsam und so gewissenhaft lernte ist sie mir die tiefste und reinste Liebe geworden. Nur zu dieser Liebe habe ich das unerschütterliche Vertrauen das jeder Liebe zu Grunde liegt, dass sie von Dauer ist, ihre Endlichkeit nicht einmal mit dem Tod erreicht.

Es ist eine Liebe die keiner langen Briefe bedarf, ja nicht einmal lange Besuche und Gespräche. Es ist eine Liebe die wie ein feines Tuch stetzt um meine Schultern liegt, auch wenn mich viele Kilometer trennen. Ich bin mir nicht immer bewußt das sie da ist, denn all zu oft muss ich nur wie ein Ding funktionieren und all die unwichtigen Handlungen ausführen, ja selbst unwichtige Worte sagen, dann bin ich nicht bei mir, nicht einmal neben mir und dann ist auch diese Liebe nicht da.

Insgeheim habe ich schon lange akzeptiert, dass diese leeren Zeiten notwendig sind, um das bei mir zu sein nur umso festlicher und tiefer zu machen.
Das feine Tuch zu spüren und immer zu wissen dass ich nicht alleine in diese Welt gestellt bin!

Gestern Nacht habe ich einen ganz anderen Gedankkenbrief geschrieben.
Die Wege die ich mit ihnen an meiner Seite beschritt führten mich bis in die Kindheit und zurück in das erst Kürzlich.
Es ist nichts verloren, ich werde ihnen zu einem anderen Zeitraum davon schreiben, oder von ganz anderen Dingen. Nur was wir festhalten wollen stirbt zwischen unseren Fingern und das gilt auch für die Worte.
Deshalb versuche ich nicht mich an das Gedachte zu erinnern, es hat mir Freude gemacht diese nächtliche Gedankenreise, dass ist alles.

Schließen sie die Augen und schauen sie aus meinem Fenster hinaus in den Park, sehen sie die beiden Ahornbäume mit ihren roten Blättern und die Farben des wilden Weines der die Garagen überwuchert hat.
Überall die auf dem Kiesweg der sich auf das Haus zu bewegt liegen Kastanien, ach wie gerne würde ich sie für die Kinder sammeln, doch die Kinder meiner Köchin und die Kinder Gustav`s und seiner seligen Frau sind längst in eine andere Welt hinaus gezogen.

Ja, sie lesen hier ein wenig dumme Sehnsucht nach der Vergangenheit.
Es mag an dem kommenden liegen, dem Winter der seine ruhigen Stunden bringt, dass Schwere und das Leichte, dass Erinnern und auf die Zukunft gerichtete Planen.

Ich freue mich jetzt schon auf ihr Kommen. Ich bin immer wenn ich daran denke kurz davor Gustav das vordere Gästezimmer richten zu lassen, welches sie so lieben, dass mit der kleinen Türe mitten hinein in den Wintergarten. Doch dann lache ich über mich selbst, denn bis zu ihrem Besuch vergehen noch viele Wochen.

Meine liebe Claire zehn wundervolle Tage werden wir einander schenken.

Bis dahin denke ich an sie mit der unerschütterlichen Wärme eines Freundes

Ihr gedankenschreibender
Graf Battistello von Luang Prabang


Donnerstag, 03.05.2007

Internationaler Tag der Pressefreiheit in Kambodscha



Anlässlich des heutigen Internationalem Tag der Pressefreiheit, fand eine Pressekonferenz im Phnom Penh Hotel statt. Etwa 200 Journalisten und Studenten der Fakultät für Medien und Kommunikation nahmen an der Konferenz teil.
Die Teilnehmer der Konferenz trugen ihren Namen, Telefonnummern und e-Mail Adressen in Registrierungslisten ein.

Zur Eröffnung sprachen Thieng Vandarong Unterstaatssekretär des Ministeriums für Information und Repräsentant der kambodschanischen Regierung, Teruo Jinnai Repräsentant der UNESCO in Kambodscha, Joseph Mussomeli amerikanische Botschafter und Son Chhay Leiter der Kommission für Auslandsfragen und Mitglied der National Versammlung.

In Kambodscha gibt es 300 Zeitungen. Son Chhay deutete an das Fernsehen und Radistationen weitgehend vom Staat kontrolliert werden und zu Propagandazwecken genutzt werden.
Es gäbe Fortschritte in der Pressfreiheit und in der National Versammlung wird ein Antrag zur Abschaffung des Ministeriums für Information diskutiert.

In seiner Rede erwähnte Thieng Vandarong das sich kein Journalist in kambodschanischen Gefängnissen befindet.

Teruo Jinnai, nannte das Jahr 2006 das blutigste Jahr für Journalisten, weltweit. Nie zuvor seien so viele Journalisten verfolgt, bedroht und umgebracht worden. Mehr als 150 Journalisten wurden umgebracht und hunderte von Journalisten seien zurzeit inhaftiert.
Allein im Irak wurden im letzten Jahr 69 Journalisten ermordet.

Joseph Mussomeli hob in seiner Rede hervor das demokratische Regierungen die Presse brauchen und fragte warum mache Regierungen Angst vor der Pressefreiheit haben und sie einschränken.
Er würdigte die Anstrengungen der kambodschanischen Regierung, die Gefängnisstrafe für Diffamierung aufzuheben.

Anschließend sprachen Um Sarin Vorsitzender der Vereinigung zum Schutz von Journalisten (CAPJ), Pen Samitthy vom kambodschanischen Institut für Kommunikation (CCJ) und Peter Starr Repräsentant der New Yorker Stiftung für unabhängigen Journalismus (IJF).

Pen Samitthy gab Auskunft über die aktuelle Situation des Journalismus in Kambodscha. Er hob hervor das Zeitungen nur einen Bruchteil der Bevölkerung erreichen und gab als Gründe Analphabetismus an und das ein Teil der Bevölkerung sich den Kauf einer Zeitung schlicht nicht leisten kann.
60 % der Journalisten schrieben immer noch per Hand und 40% hätten keine e-Mailadresse.

Peter Starr hob hervor, dass im Vergleich mit anderen ASEAN Staaten, Kambodscha seit fünf Jahren unter den ersten drei ASEAN Staaten ist mit der größt möglichen Pressfreiheit in Süd Ost Asien.
Die große
Frage in Kambodscha sei, weshalb Journalisten ethische Standards verletzen und beispielsweise Geld dafür erwarten, dass sie an einer Pressekonferenz teilnehmen.
Die gewöhnliche Antwort, das Journalisten arm seien und dies Teil der kambodschanischen Kultur sei, lässt Peter Starr nicht gelten.



Links zu diesem Artikel:
Ministery of Information Cambodia
UNESCO Cambodia
US Embassy in Cambodia
International Cooperation and Information of National Assembly
Cambodian Association for Protection of Journalists (CAPJ)
Club of Cambodian Journalists (CCJ)
Independent Journalism Foundation (IJF)
ASEAN


Donnerstag, 22.02.2007

Die Wand von Marlen Haushofer - Leseprobe


Ich erwachte davon, dass die Sonne auf mein Gesicht fiel, und erinnerte mich sofort an den vergangenen Abend. Da wir nur einen Hüttenschlüssel mithatten, der zweite lag beim Jäger, hätten Luise und Hugo mich bei ihrer Rückkehr wecken müssen. Im Schlafrock rannte ich die Stiege hinunter und sperrte die Eingangstür auf. Luchs empfing mich ungeduldig winselnd und wischte an mir vorbei ins Freie. Ich ging ins Schlafzimmer, obgleich ich sicher war, dort keinen Menschen zu finden, das Fenster war ja vergittert, und selbst durch ein unvergittertes Fenster hätte sich Hugo nicht durchzwängen können. Die Betten waren natürlich unberührt.

Es war acht Uhr; die beiden mussten im Dorf geblieben sein. Ich wunderte mich sehr darüber. Hugo verabscheute die kurzen Wirtshausbetten, und er wäre niemals so rücksichtslos gewesen, mich allein über Nacht im Jagdhaus zurückzulassen. Ich konnte mir nicht erklären, was geschehen war. Ich ging wieder hinauf in meine Schlafkammer und zog mich an. Es war noch sehr kühl, und der Tau glitzerte auf Hugos schwarzem Mercedes. Ich kochte Tee und wärmte mich ein wenig auf, und dann machte ich mich mit Luchs auf den Weg ins Dorf.
Ich merkte kaum, wie kühl und feucht es in der Schlucht war, weil ich darüber nachgrübelte, was aus den Rüttlingers geworden sein mochte. Vielleicht hatte Hugo einen Herzanfall erlitten. Wie es so geht, im Umgang mit Hypochondern, hatten wir seine Zustände nicht mehr ernst genommen. Ich beschleunigte meine Schritte und schickte Luchs voraus. Freudig bellend zog er ab. Ich hatte nicht daran gedacht, meine Bergschuhe anzuziehen, und stolperte ungeschickt über die scharfen Steine hinter ihm her.

Als ich endlich den Ausgang der Schlucht erreichte, hörte ich Luchs schmerzlich und erschrocken jaulen. Ich bog um einen Scheiterstoß, der mir die Aussicht verstellt hatte, und da saß Luchs und heulte. Aus seinem Maul tropfte roter Speichel. Ich beugte mich über ihn und streichelte ihn. Zitternd und winselnd drängte er sich an mich. Er musste sich in die Zunge gebissen oder einen Zahn angeschlagen haben. Als ich ihn ermunterte, mit mir weiterzugehen, klemmte er den Schwanz ein, stellte sich vor mich und drängte mich mit seinem Körper zurück.

Ich konnte nicht sehen, was ihn so ängstigte. Die Straße trat an dieser Stelle aus der Schlucht heraus, und so weit ich sie überblicken konnte, lag sie menschenleer und friedlich in der Morgensonne. Unwillig schob ich den Hund zur Seite und ging allein weiter. Zum Glück war ich, durch ihn behindert, langsamer geworden, denn nach wenigen Schritten stieß ich mit der Stirn heftig an und taumelte zurück.

Luchs fing sofort wieder zu winseln an und drängte sich an meine Beine. Verdutzt streckte ich die Hand aus und berührte etwas Glattes und Kühles: einen glatten, kühlen Widerstand an einer Stelle, an der doch gar nichts sein konnte als Luft. Zögernd versuchte ich es noch einmal, und wieder ruhte meine Hand wie auf der Scheibe eines Fensters. Dann hörte ich lautes Pochen und sah um mich, ehe ich begriff, dass es mein eigener Herzschlag war, der mir in den Ohren dröhnte. Mein Herz hatte sich schon gefürchtet, ehe ich es wusste.

Ich setzte mich auf einen Baumstamm am Straßenrand und versuchte zu überlegen. Es gelang mir nicht. Es war, als hätten mich alle Gedanken mit einem Schlag verlassen. Luchs kroch näher, und sein blutiger Speichel tropfte auf meinen Mantel. Ich streichelte ihn, bis er sich beruhigte. Und dann sahen wir beide hinüber zur Straße, die so still und glänzend im Morgenlicht lag.

Ich stand noch dreimal auf und überzeugte mich davon, dass hier, drei Meter vor mir, wirklich etwas Unsichtbares, Glattes, Kühles war, das mich am Weitergehen hinderte. Ich dachte an eine Sinnestäuschung, aber ich wusste natürlich, dass es nichts Derartiges war. Ich hätte mich leichter mit einer kleinen Verrücktheit abgefunden als mit dem schrecklichen unsichtbaren Ding. Aber da war Luchs mit seinem blutenden Maul, und da war die Beule auf meiner Stirn, die anfing zu schmerzen.

Ich weiß nicht, wie lange ich auf dem Baumstamm sitzen blieb, aber ich erinnere mich, dass meine Gedanken immer¬ fort um ganz nebensächliche Dinge kreisten, als wollten sie sich um keinen Preis mit der unfassbaren Erfahrung abgeben.

Die Wand von Marlen Haushofer - Rezensionen bei Amazon.de

Freitag, 08.12.2006

Forum Romanum - Blog aus Rom



Forum Romanum Blogg - auf das Bild klicken

Die Journalistin Irene Mayer (33) berichtet aus Rom - von Cappuccino, Kirche und Korruption.

Googeln steht als Verb im DUDEN



Googeln ist zum Volkssport geworden. Zur Bauchpinselung an schlechten Tagen, wenn man seinen eigenen Namen eingibt und sieht: Ja es gibt mich wirklich!
Heute Morgen habe ich von einem Freund geträumt an den ich schon viele Jahre nicht mehr gedacht habe und die Vergangenheit wurde wieder lebendig.

Ich habe nach ihm gegoogelt. Er wohnt immer noch dort wo er damals wohnte und seine Telefonummer habe ich jetzt auch. Schade das ich seine e-Mailadresse nicht googeln konnte, statt hier zu schreiben würde ich jetzt ihm schreiben.
Selbst ein Foto habe ich von ihm gegoogelt, ein Aktuelles.
Klar er hat sich verändert, aber er ist ? zum Gück ? nicht dick geworden!

Googelnd kann man einem Menschen ganz schön nahe kommen und Spuren finden die er gar nicht hinterlassen wollte. So hat ein befreundeter Journalist der einmal eine Woche Gastblogger war, mich ein Jahr später gebeten seine Blogbeiträge zu entfernen.
Ihm war klar geworden das ein potentiller Auftraggeber auch diese Beiträge finden würde.

Nicht immer lassen sich die im Net hinterlassenen Spuren so leicht verwischen.
Das Beiträge in ?privaten? Mailinglisten auch von Suchmaschinen durchsucht werden ist vielen nicht bekannt. Sie fühlen sich in der kleinen vertrauten Gruppe der Mailingliste sicher, schließlich kann man ungebetene Gäste jederzeit aus dem Listenverteiler löschen, dass schafft ein Gefühl des unter sich seins.

In den meisten Mailinglisten die sich nicht technischen, sondern sozialen Themen gewidmet haben geht es deshalb auch sehr vertraulich zu.
Da ist der Schreck dann groß wenn wieder ein Listenteilnehmer zufällig einen Beitrag aus der Liste gegoogelt hat und die vermeintliche private e-Mail für jedermann.

Googeln kann man in vielen Sprachen, zuletzt ist Kambodschanisch hinzu gekommen und es wird sicher nicht das letzte Googel Land sein.


Freitag, 17.11.2006

Gesicht in der Blüte